Lohnt sich Doxy-PEP trotz Resistenzrisiko?
Für Menschen mit einem hohen STI-Risiko sehen das viele Ärztinnen und Ärzte so. Jede Syphilis- oder Chlamydien-Infektion, die Doxy-PEP verhindert, ist auch eine Infektion, die keine vollständige Antibiotikabehandlung braucht und nicht weitergegeben werden kann. Entscheidend ist, es nur bei einem echten Risiko zu nehmen. Mehr zum Nutzen liest du unter wie wirksam Doxy-PEP ist.
Was die Leitlinien sagen
Europäische und britische Leitlinien empfehlen Doxy-PEP vor allem für schwule und bisexuelle Männer und trans Frauen, die schon einmal eine STI hatten, und bitten Ärztinnen und Ärzte, Resistenzen genau zu verfolgen. Den vollständigen Überblick findest du unter Doxy-PEP Leitlinien.
Häufige Fragen
Führt Doxy-PEP zu Antibiotikaresistenz?
Es kann dazu beitragen. Studien zeigen bei Menschen, die Doxy-PEP nutzen, mehr Tetracyclin-Resistenz bei Gonorrhö und bei Hautbakterien. Bei Syphilis und Chlamydien wurde bisher keine Resistenz gegen Doxycyclin beobachtet. Deshalb ist Doxy-PEP für Menschen mit einem echten Risiko gedacht, nicht für alle.
Warum wirkt Doxy-PEP schlechter gegen Gonorrhö?
Mehr als die Hälfte der Gonorrhö in Europa ist bereits resistent gegen Tetracycline, die Antibiotikagruppe, zu der Doxycyclin gehört. Gegen diese Stämme kann Doxy-PEP wenig ausrichten.
Wirkt Doxycyclin später noch bei mir, wenn ich Doxy-PEP nutze?
Bei den meisten Infektionen ja. Doxycyclin und die Antibiotika, mit denen Syphilis, Chlamydien und Gonorrhö behandelt werden, wirken weiterhin. Wenn du Doxy-PEP nur nach einem echten Risiko nimmst, bleibt das auch so.
Wie kann ich das Risiko einer Resistenz klein halten?
Nimm Doxy-PEP nur nach Sex ohne Kondom, nie mehr als 200 mg in 24 Stunden, nie als tägliche Gewohnheit, und lass dich weiter alle drei Monate testen, damit Infektionen mit dem richtigen Medikament behandelt werden.